Hauptinhalt

18.08.2021

Königsberger-Ludwig: Land NÖ finanziert Pollenfalle in Lunz am See

 - © Dr. Anton Heinzl

Neue Messstelle ermöglicht genaueres Bild über Pollenflug

 

Das Fundament der Polleninformation sind Luftproben, die mit Pollenfallen eingefangen werden. Bereits seit 1984 finden derartige Messungen in Niederösterreich regelmäßig statt. Die erste Messstelle wurde in Lunz am See aufgestellt und bis 2009 durchgehend betrieben. Zuletzt wurden Pollenkonzentrationen in der Luft in St. Pölten, Stockerau und Allentsteig gemessen. „Seit dem Vorjahr werden in Lunz nun wieder Pollendaten gesammelt und seit diesem Sommer auf dem Seegrundstück des WasserClusters Lunz. Die vierte Pollenfalle wird noch präzisere Prognosen des Pollenwarndienstes ermöglichen und detailliertere Informationen für Pollenallergiker bereitstellen“, freut sich NÖ Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig.


Die Pollenfalle in Lunz steht in der biogeografischen Region, die als nördliche Kalkalpen vom österreichischen Pollenwarndienst definiert wurde. Dieser Raum ist seit mehreren Jahren nur mit einer Pollenfalle im Bundesland Salzburg vertreten und kann daher keine lückenlose Information für Pollenallergiker der Region in Niederösterreich liefern. „Die neue Pollenfalle liefert aussagekräftige Daten für etwa einem Viertel von Niederösterreich. Die Erschließung ist deshalb nicht nur für lokale Einwohner, sondern auch für zahlreiche Touristen von großer Bedeutung“, hält die Landesrätin fest.


„Die Messstelle wird aufgrund der besonderen regionalen Charakteristik das aktuelle Bild des Pollenflugs genauer bestimmen. Zusätzlich sind die Daten auch aufgrund des Klimawandels und invasiver Pflanzenarten (Neophyten) von großem Interesse, da mit den Daten Veränderungen in der Flora bestens dokumentiert werden können. Außerdem stehen die Daten dem WasserCluster in Form einer wissenschaftlichen Zusammenarbeit für eigene Auswertungen zur Verfügung“, so Uwe Berger, Leiter des Österreichischen Pollenwarndienstes.


Der Pollenwarndienst gibt online unter www.pollenwarndienst.at Auskunft über aktuelle Belastungen. Parallel dazu informiert auch eine ‚Gratis-App‘ über die Pollensituation.

Foto (v.l., copyright Dr. Anton Heinzl): Hannes Hager (WasserCluster), LRin Ulrike Königsberger-Ludwig, Dr. Martin Kainz (Leiter WasserCluster) und Uwe Berger, Leiter österr. Pollenwarndienst).