Bezirksorganisation Melk

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Unwetterkatastrophen im Bezirk Melk

„Wir wissen es alle: Bei ungebremster Erderwärmung werden extreme Unwetter häufiger und stärker auftreten. Mit erheblichen Folgen für die Landwirtschaft und die Menschen, die in diesen Regionen leben“, erklärt der niederösterreichische EU-Abgeordnete Dr. Günther Sidl, Umweltsprecher in der SPÖ-Delegation in Brüssel, angesichts der Unwetter in den vergangenen Tagen. Auswertungen von Regenfällen der vergangenen Jahrzehnte und aktuelle Klimaprognosen deuten drauf hin, dass die heftigen Regenfälle und Sturzfluten in unserem Bundesland Vorboten von insgesamt extremeren Niederschlägen in Mitteleuropa sein könnten.

„Wir müssen in Zukunft mit einer deutlichen Zunahme von extremen Niederschlägen rechnen“, sagt Sidl, der in Petzenkirchen wohnt: „Mein Heimatbezirk Melk war einer der Bezirke in Niederösterreich, die besonders von den letzten Starkregenfällen betroffen waren. In der Gegend um Mank und Bischofstetten haben sich Straßen in reißende Bäche verwandelt, es gab kein Durchkommen mehr. Die BewohnerInnen haben entweder keine Möglichkeit gehabt, an ihren Arbeitsplatz zu fahren oder sind nicht mehr nach Hause gekommen und mussten bei Familie und Freunden in anderen Gemeinden bleiben.“ Er bedankt sich bei allen Einsatzkräften und freiwilligen HelferInnen, die oft Übermenschliches leisten, um anderen zu helfen: „Ihr Einsatz ist unbezahlbar und ein wichtiger Beitrag zum Funktionieren unserer Gesellschaft. Ich bin beeindruckt von der Solidarität und dem Zusammenhalt!“

Fest stehe, dass die unmittelbaren Folgen für die Menschen furchtbar und mit hohen Kosten verbunden seien: Etwa für die Reinigung und Sanierung der Keller und Wohnräume, der oft liebevoll gepflegten Gärten oder gar für ein neues Auto, weil das alte im Hochwasser untergegangen ist. „Die kurzen und heftigen Unwetter sind besonders gefährlich, da sie kleine Bäche und Flüsse in kurzer Zeit über die Ufer treten lassen, wie eben kürzlich im Bezirk Melk, aber auch in vielen anderen Regionen, geschehen“, erklärt Sidl: „Der Umweltschutz darf auch in Corona-Zeiten keine Pause machen. Umweltschutz ist uns SozialdemokratInnen ein großes Anliegen – wichtig ist es, wirtschaftliche Maßnahmen, die aufgrund der Corona-Krise notwendig geworden sind, mit klimaschützenden Maßnahmen zu verbinden. In erster Linie muss der Klimaschutz für alle Menschen spürbar sein. Deshalb setze ich mich für die Förderung starker ‚Klimaregionen‘ ein. Wir müssen es schaffen, dass gute Arbeitsplätze, Kinderbetreuungseinrichtungen, ein Top-Öffi-Netz und eine hochwertige medizinische Versorgung auch außerhalb der Ballungsräume zur Verfügung stehen. Damit schaffen wir kurze Wege für die Menschen. Die steigern die Lebensqualität und sind gut fürs Klima.“